3D-Druck rettet Babyleben

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3D-Druck rettet Babyleben

11. Juni 2014 Silja Spreyer Lesedauer 2 Minuten

Mit einem 3-D-Drucker haben Ärzte der Universität Michigan einem Baby das Leben gerettet. Der Drucker stammt von EOS, dem „Innovator des Jahres 2013“.

Als Johannes Gutenberg im 15. Jahrhundert den (Buch-)Druck erfand, konnte er nicht ahnen, was die Menschheit irgendwann mit Reproduktionstechniken anstellen würde.

Heute lässt sich mit Druckern alles herstellen – egal, ob es sich um einen Schokoriegel oder ein ganzes Haus handelt. Das Stichwort lautet: industrieller 3-D-Druck. Der Kreativität sind dabei keine Grenzen gesetzt. Davon profitiert auch die Medizintechnik, wie ein berührendes Beispiel aus den USA zeigt.

3-D-Druck kann auch Leben retten, daran zweifelten die Ärzte der Universität Michigan keine Sekunde, als sie dem erst 18 Monate alten Garret Peterson eine künstliche Schiene für die Luftröhre einsetzten. Der Junge litt unter der seltenen Atemwegserkrankung Tracheobronchomalazie, die eine besondere Weichheit der Luftröhre bzw. der Bronchien zur Folge hat und in einigen wenigen Fällen auch tödlich enden kann. Das Baby war durch die Erkrankung stark betroffen und musste sein noch junges Leben komplett im Krankenhaus verbringen. Selbst die Maschinen konnten nicht verhindern, dass sein Atem ab und zu stoppte. Mehrmals mussten die Ärzte ihn wiederbeleben und in einen künstlichen Tiefschlaf versetzen. 

Um das Leben des Kindes zu retten, fertigten die Ärzte anhand eines CT-Scans das 3-D-Modell einer Schiene für die Luftröhre an.

Bereits in einem früheren Fall war den Ärzten aus Michigan eine solche Operation geglückt.

Die Technologie dafür lieferte das TOP 100-Unternehmen EOS, das im vergangenen Jahr sogar den Gesamtsieg in seiner Größenklassen als „Innovator des Jahres“ errang.

In Krailling bei München trägt man gerne dazu bei, Großes zu bewirken: „Von Anfang an war es unser Ziel, der Nachhaltigkeit zu dienen. Was für uns nicht nur bedeutet, optimierte Systeme zu entwickeln, die weniger Energie aufnehmen und weniger Material im Produktionsprozess einsetzen. Es bedeutet auch, unsere Kunden bei ihren eigenen Nachhaltigkeitszielen zu unterstützen. Und mit unserer Technologie dazu beizutragen, dass – wie in diesem Fall – Leben gerettet werden oder nachhaltig lebenswerter gestaltet werden kann“, so Gründer und CEO Dr. Hans J. Langner.

Vor 25 Jahren als EOS GmbH Electro Optical Systems gegründet, war EOS schon damals ein Pionier im Bereich der Additiven Fertigung. Seitdem schreibt das Unternehmen mit mehr als 500 Mitarbeitern weltweit eine internationale Erfolgsgeschichte. Pro Jahr wächst es bisher durchschnittlich um 15-20 Prozent.

Autor

Silja Spreyer ist Leiterin Digitales bei compamedia.

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