Unternehmensporträt
BIT Consulting GmbH
Unternehmensporträt
Passgenaue Software für Medizintechnikhersteller
Das Wort Disruption ist längst zum Modewort geworden. Und manch einer, der es in den Mund nimmt, sieht darin eher ein Marketinglabel. Bei der BIT Consulting GmbH ist dies anders. Ihre neu entwickelte cloudbasierte Bestandsverwaltungssoftware für Medizintechnikhersteller ist ein echter Gamechanger. Eine bahnbrechende Innovation, die in enger Abstimmung mit Kunden und gemeinsam mit Partnern, allen voran dem RFID-Experten Terso Solutions, entwickelt wurde und die nun weltweit ausgerollt wird.
Wer seinen Kunden passgenaue Produkte anbieten will, muss ihre Probleme kennen. Die BIT Consulting GmbH hat sich seit Jahrzehnten auf den Nischenmarkt der Medizinprodukthersteller fokussiert und kennt deren genauen Anforderungen aus dem Effeff. Eines der Hauptprobleme der Branche: Sie stellt den Kliniken und Krankenhäusern meist hochwertige Leihsets zur Verfügung, die nur dann abgerechnet werden, wenn sie auch tatsächlich zum Einsatz kommen, zum Beispiel bei einer Hüfttransplantation oder dem Einsetzen einer neuen Herzklappe.
CEO Michale Knauer (links oben) CFO Simon Weidenhammer (rechts oben) CTO Ashwin Bhaskar (links unten) COO Sukhvir Parmar (rechts unten)
Vollautomatische Bestandsübersicht
Diese Leihsets bestehen häufig aus Implantaten verschiedener Größen, aber auch aus speziellen Operationswerkzeugen. In einer immer älter werdenden Gesellschaft sind diese Leihsets ein Milliardenmarkt. Sie bedeuten aber auch viel gebundenes Kapital, da sie bisher nicht zielgerichtet und bedarfsgerecht verteilt und eingesetzt werden können. Genau hier setzt die wahrlich disruptive Innovation der IT-Experten an: Dank der neu entwickelten Software „LiveSync“, die nahtlos in die SAP-Systeme der Hersteller eingebunden ist, und den RFID-Chips erhalten die Hersteller nun erstmals vollautomatisch eine Bestandsübersicht und können so sicherstellen, dass weder zu viele noch zu wenige Sets in einer Klinik vorhanden sind. „LiveSync“ ermöglicht sogar eine klinikübergreifende Bestandsübersicht, so können Leihsets, die vor Ort nicht verfügbar sind, an anderer Stelle angefordert werden.
Ein Weltkonzern als Pilotkunde
„Unser Ziel ist es, die Supply Chain vom Medizintechnikhersteller bis zum Patienten nahtlos zu gestalten“, berichtet Geschäftsführer Michael Knauer, der bei der Entwicklung des Angebots von der Niederlassung in Singapur, dem Innovationshub des Unternehmens, unterstützt wurde. Um die disruptive Software optimal an die Marktbedürfnisse anzupassen, bereitet das Unternehmen derzeit den Einsatz bei einem renommierten Pilotkunden vor – dem weltweit tätigen Gesundheits- und Medizintechnikanbieter Johnson & Johnson.
Interview mit Michael Knauer
Warum eine neue, disruptive Software bis zu 96 % weniger Lagerhaltung bedeutet, weiß Geschäftsführer Michael Knauer.
Warum können Medizintechnikhersteller durch Ihre Software „LiveSync“ eine erhebliche Zahl an Leihsets einsparen?
Allein das Marktvolumen für künstliche Hüftgelenke wird demnächst rund zehn Milliarden Euro betragen — und das ist nur ein kleiner Teil des Markts. Es geht also um einen Milliardenmarkt. Wenn ein Hersteller, wie bisher, nur alle vier Wochen kontrolliert, wie viele Leihsets verbraucht werden, dann muss er sehr viele davon vorhalten, die er in der Regel nicht in Rechnung stellen kann. Wenn er hingegen softwaregestützt überwachen kann, was, wann und wo verbraucht wurde, dann muss er beispielsweise statt 100 Leihsets nur noch vier vorrätig zu halten. Damit hat er
Wie sind Sie auf diese Marktlücke gestoßen?
Wir beschäftigen uns seit Jahrzehnten mit Software für Medizintechnikhersteller im SAP-Umfeld. Unsere Außendienstmitarbeiter arbeiten eng mit den Vertriebsmitarbeitern unserer Kunden zusammen und begleiten sie zum Teil auch vor Ort bis in die Operationssäle der Krankenhäuser. So stellen wir sicher, dass wir die Probleme und Anforderungen unserer Kunden aus der Praxis kennen. Darüber hinaus haben wir neben dem Customer-Circle auch ein Advisory-Board im Unternehmen. Darin sitzen unter anderem Vertreter aus dem Klinikbereich, von SAP und von der Deutschen Gesellschaft für Künstliche Intelligenz.
„Unsere digitale Supply Chain ist ein Gamechanger für die Hersteller.“
Michael Knauer, Geschäftsführer
Welche Rolle spielt künstliche Intelligenz bei Ihrer Softwarelösung?
Wir haben uns bei unserer Software die Automobilindustrie und das autonome Fahren zum Vorbild genommen. Das heißt, unsere Software soll weitgehend autonom arbeiten können. Wenn ein Schrank geöffnet wird, und jemand etwas herausnimmt, wird diese Information ohne menschliches Zutun in der SAP-Cloud gespeichert, und die Abrechnung kann erstellt werden. Unser aktuelles Angebot, wir nennen es „Inventory as a Service“ hat derzeit bereits ein Autonomielevel von 4. Das bedeutet, es arbeitet weitgehend ohne menschliches Zutun, niemand muss sich an den PC oder ans Handy setzen.