Unternehmensporträt
Bisping & Bisping GmbH & Co. KG
Unternehmensporträt
Über Standards hinausdenken
Als Carrier der „NürnbergMesse“ stellte die Bisping & Bisping GmbH & Co. KG ursprünglich nur leistungsfähige Internetleitungen bereit. Bald merkte das Team jedoch, dass ihre Infrastruktur auf dem Messegelände weit mehr Nutzen erbringen könnte. Die Experten entwickelten ein Managed-Service-Modell und eine Software, die zusammen nicht nur die ITK-Services der „NürnbergMesse“ effektiver machten, sondern die gesamte digitale Wertschöpfung jedes Messe- und Kongressstandortes neu definieren konnten.
Aus Projekten wie diesem formt der Mittelständler neue Geschäftsfelder: Teams werten Erfahrungen aus, definieren wiederholbare Service-Bausteine und machen aus einer kundenspezifischen Lösung ein skalierbares Angebot. Beim Messeprojekt bereitete das Team auf Basis der Erkenntnisse aus Nürnberg ein Modell vor, das sich als standardisierter Service auf andere Messegesellschaften übertragen ließ. Dass damit ein tragfähiges Angebot entstanden war, zeigte sich in einem anderen Projekt: Mit dem Auftrag der Deutschen Messe AG Hannover etablierte sich der Managed Service als eigener Geschäftsbereich und ergänzte das Projektgeschäft um ein dauerhaftes Serviceangebot mit wiederkehrenden Erlösen.
Johannes Bisping, Geschäftsführer
Entgegen den Empfehlungen
Beim Bau des eigenen Rechenzentrums ließ das Unternehmen nicht einfach Standardlösungen gelten. Entstehende Abwärme ungenutzt abzuführen, erschien der Geschäftsführung nicht plausibel. Deshalb stellte sie mit Architekten, Klimatechnikern, Geologen, Projektleitung und Geschäftsführung eine Expertenrunde zusammen, die in mehrstufigen Workshops ein Konzept entwickelte, um die konstant abgegebene Wärme aus dem Rechenzentrum für die Beheizung der Firmenzentrale zu nutzen. Das Konzept funktioniert und macht das Rechenzentrum zur hocheffizienten Basis für weitere Hosting- und Serviceangebote. „Die Unplausibilität von Standardantworten ist ein verlässlicher Hinweis darauf, dass die bisher gängige Umsetzung einfach noch nicht die beste Lösung ist“, sagt Geschäftsführer Johannes Bisping.
Vertrauenswürdige Alternative
Aus dem Austausch des Geschäftsführers mit regionalen KI-Dienstleistern in einem IHK-Gremium ist eine weitere konkrete Innovationsidee entstanden: Mehrere Partnerunternehmen entwickeln ein Geschäftsmodell für ein Datacenter, das speziell für Anwendungen mit künstlicher Intelligenz ausgelegt sein soll. Das Unternehmen will für sensible Daten eine vertrauenswürdige Alternative zu großen internationalen Cloud-Konzernen bieten. Im Zentrum der Idee steht Datensouveränität, also die Kontrolle darüber, wo und wie Daten verarbeitet werden. Das bestehende Rechenzentrum des Unternehmens kommt dabei als möglicher Standort für dieses neue Angebot infrage.