Innovationsaward TOP 100-Sieger 2025

Unternehmensporträt

Berufsförderungswerk Dortmund im NW Berufsförderungswerk e. V.

Unternehmensporträt

Personalisiertes Lernen mit KI

Die berufliche Wiedereingliederung von Menschen mit chronischen gesundheitlichen Beeinträchtigungen ist die Kernaufgabe des Berufsförderungswerk Dortmund im NW Berufsförderungswerk e. V. Immer häufiger kommen dabei digitale Lernplattformen zum Einsatz. Sie wurden von Experten des Mittelständlers konzipiert, die diese dank hoher Investitionen in zukunftsweisende IT-Infrastrukturen sowie punktuellen Einsatzes künstlicher Intelligenz jetzt auf ein weiteres Qualitätslevel angehoben haben. Parallel schafft die Geschäftsführung interne Formate, um den interdisziplinären Austausch der Teams zu fördern. Zudem wurde das Profil des Teilhabemanagements geschärft und durch Geschäftsfelder der Diagnostik, Prävention und des maßnahmeübergreifenden Casemanagements erweitert.

Wenn Menschen körperlich oder psychisch beeinträchtigt sind, können sie nicht immer an Präsenzveranstaltungen im Rahmen ihrer Reha-Maßnahmen teilnehmen. Beim Berufsförderungswerk Dortmund ist man hierfür vorbereitet — mit onlinebasierten Lern- und Beratungsformaten sowie einem eigenen Digitalstudio. Im Angebot sind etwa virtuelle Sprechstunden mit Experten des Hauses zu Fragen rund um Prävention oder Qualifizierung und Integration in den allgemeinen Arbeitsmarkt.

Dr. Christian Vogel, Direktor

Digitalisierung schafft neue Lernformate

Im Rahmen der digitalen Transformation läuft aktuell im Berufsförderungswerk Dortmund die Integration von künstlicher Intelligenz, mit deren Hilfe die Qualifizierungs- und sonstigen Reha-Leistungen auf die individuellen Bedürfnisse der Teilnehmer ausgerichtet und Kurse interaktiver gestaltet werden können, etwa durch Chatbots oder Echtzeit-Feedback. Auch Menschen mit Behinderung wolle man dank KI besser bei der Jobqualifizierung und Integration helfen. Grundlage für die Einführung der innovativen Systeme im BFW legten Digitalisierungskonzepte der letzten Jahre.

Austauschprogramme kommen an

“Für die betriebsinternen Prozesse wurde eine innovationsorientierte Interaktionsstrategie entwickelt, auf deren Grundlage eine intensive Kommunikation auf vielen Plattformen erfolgt, sowohl im Sinne einer Zusammenarbeit verschiedener Fachbereiche zur Verbesserung der Unterstützungsleistung bei den Rehabilitanden als auch zur Leistungsoptimierung, Agilität und Initiierung von Veränderungsideen, letztlich im Interesse unserer Kunden”, berichtet Direktor Dr. Christian Vogel. So gebe es innerbetriebliche Austauschprogramme, die für Motivation und Transparenz sorgen. Bewährt hat sich insbesondere die neue Kommunikationsplattform „connect@work“, die sich speziell an Führungskräfte richtet. Hier wird abseits des Alltagsgeschäfts mehrmals im Jahr über den Tellerrand hinausgeblickt. Zudem wird mit der Onlineplattform „learn@shift“ die Weiterbildung der Mitarbeiter forciert, nicht zuletzt mit dem Ziel, alle Akteure laufend für die digitale Transformation fit zu machen. Gleiches gilt für die Weiterentwicklung des Teilhabemanagements, um über das klassische Geschäftsfeld der beruflichen Rehabilitation hinaus Angebote im Hinblick auf Prävention und Diagnostik, Gesundheit und Arbeit, Case- und Übergangsmanagement, Verzahnung mit der medizinischen Reha sowie Nachbetreuung für eine nachhaltige Integration in den Arbeitsmarkt zu realisieren. Eine diesbezügliche Anpassung der Organisationsstruktur ist bereits umgesetzt worden.

Berufsförderungswerk Dortmund im NW Berufsförderungswerk e. V.

2025

Bildung/Weiterbildung

Größenklasse C

2 Auszeichnungen

Kontakt

Hacheneyer Straße 180
44265 Dortmund

0231 7109-0
info@bfw-dortmund.de
https://www.bfw-dortmund.de

Interview mit Dr. Christian Vogel

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Interview mit Dr. Christian Vogel

Direktor Dr. Christian Vogel über optimale und wertschätzende Mitarbeiterbetreuung in Veränderungsprozessen:

Welche Aufgaben übernimmt die „Stelle für Arbeitsorganisationsentwicklung“ im BFW Dortmund?

Die Stelle wurde Anfang 2024 nach Probeläufen fest bei uns eingerichtet, damit bei Veränderungen das betroffene Personal eine persönliche Begleitung erhält. Nicht nur fachlich, wenn es um neue Strukturen und Aufgaben geht, sondern auch auf einer arbeitspsychologischen Ebene. Die zuständige Person verfügt über eine psychologische Ausbildung und langjährige Erfahrung in der Organisationsentwicklung. Die Arbeitsweise ist vor allem dahingehend innovativ, dass wir Vertraulichkeit im Kommunikationsprozess vereinbart haben. Informationen werden lediglich anonymisiert für den konstruktiven Veränderungsprozess verwendet.

Wie kam es zur Entscheidung, so eine Stelle neu zu schaffen?

Wir haben bei den letzten größeren Veränderungen im BFW festgestellt, dass auch danach noch Ängste und Fragen in der Belegschaft unbeantwortet geblieben sind. Dies wollten wir auf keinen Fall akzeptieren, auch im Hinblick auf künftige Neuordnungen, die sich nicht vermeiden lassen. So hat sich neben der Supervision diese Stelle herausgebildet. Sie setzt auf einen ganzheitlichen Ansatz bei der Betreuung und der Begleitung der Mitarbeitenden und greift offene Fragen auf.

„Im BFW pflegen wir eine regelmäßige und offene Kommunikation.“

Dr. Christian Vogel, Direktor

Wie geht es dann weiter? Bekommen die Betroffenen ein Feedback?

Wir in der Geschäftsführung erhalten die Fragen beziehungsweise Gesprächsinhalte anonymisiert zur Beantwortung vorgelegt. Anschließend können wir die notwendigen und besten Entscheidungen im Sinne aller treffen. Dies schien uns ein demokratisches Verfahren zu sein, weil es damit gelingt, bereits im Vorfeld von internen Veränderungsprozessen neben dem Betriebsrat, die Mitarbeitenden direkt miteinzubinden. Alle Beteiligten profitieren von der Vorgehensweise — sowohl menschlich als auch fachlich.

Für Austausch und innovatives Arbeiten verfügt das BFW Dortmund über ein „WorkCafe“.

Das ist unser New-Work-Arbeitsraum, der in der Struktur eher einer Wohn-Lounge gleicht und zudem eine volldigitale Ausstattung bietet — mit Zugriffsmöglichkeit auf alle relevanten Informationen aus dem Unternehmen. Wir tauften den Raum „WorkCafe“, andere sprechen von Thinktank oder Creative Space. Hier buchen sich die Mitarbeiter bereichs- und themenübergreifend ein, um dann in lockerer Atmosphäre aufkommende Fragen und Vorhaben interdisziplinär zielgerichtet zu bearbeiten.

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