Unternehmensporträt
BeckaBeck Bäckerei und Konditorei Inh. Heinrich Beck
Unternehmensporträt
Messbare Ziele als Ansporn
Dass auch traditionelles Handwerk reichlich Möglichkeiten für Innovation bereithält, beweist die BeckaBeck Bäckerei und Konditorei. Mit gezielten Maßnahmen schafft das Top-Management ein gutes Innovationsklima. Das sorgt für ein jährliches Umsatzwachstum von etwa
Mit jährlichen Innovationsleitlinien, die mit messbaren Zielen verknüpft sind, treibt BeckaBeck Innovationen voran. Bio-Zutaten aus regionalem Anbau, aber auch Snack-Trends sowie recycelte Verpackungen betrachtet das Top-Management als wichtige Innovationsfelder. Viel Aufmerksamkeit erregt die „BeckaBeck-Genußtüfftlerin“, die dienstags auf Social Media Rezepte mit hauseigenen Backwaren vorstellt und damit zur Resteverwertung anregt. Das bedient gleichzeitig das Image als modernes, kreatives Unternehmen.
Geschäftsführer Heinrich Beck mit seinem Team
Kooperationen mit Hochschulen
Frische Ideen können die 390 Mitarbeiter jederzeit über eine interne Kommunikations-Software einbringen oder in den wöchentlich stattfindenden Qualitätsrunden der verschiedenen Bereiche. Verbesserungsvorschläge werden direkt diskutiert und, falls sinnvoll, realisiert. Das spiegelt sich in dem Motto: „Macher — zeitnah machen ist besser wie ewig planen“. Innovative Beiträge werden durch Prämien und öffentliche Wertschätzung belohnt. Die enge Zusammenarbeit mit regionalen Hochschulen, Bio-Bauern, Mühlen und Forschungseinrichtungen bewährt sich. Als etwa 2022 der Getreidepreis wegen des Ukraine-Kriegs um
Kunden lieben BeckaBeck
Auch moderne Technik nutzt BeckaBeck gerne: Dank eines intelligenten Kassensystems mit Echtzeitübertragung werden Trends frühzeitig erkannt und Produktanpassungen können zeitnah verwirklicht werden. Dieses stetige Beschreiten neuer Wege bei hohen Qualitätsstandards macht sich bezahlt: Jedes Geschäftsjahr steigt die Zahl der Kunden und deren jeweiliger Umsatz.
Interview mit Heinrich Beck
Wie gute Nachwuchskräfte zu Innovation angeregt werden, erklärt Heinrich Beck.
Sie haben als „Innovationsteam“ die „Jungen Wilden“ eingeführt. Wer ist das?
Unsere „Jungen Wilden“ sind junge Mitarbeiter, die sich hervorgetan haben, und die sich jetzt einmal monatlich auf Geschäftskosten zum Essen treffen. Dabei überlegen sie im lockeren Austausch, was BeckaBeck besser machen kann, wie man den BeckaBeck in Zukunft sieht. Das geht von Jugendsprache und Jugendstil über Work-Life-Balance bis zu Produkten. Da kommen oft richtig gute Sachen raus. Aber auch die Filialen treffen sich regelmäßig zum Austausch.
Das heißt, der Austausch zwischen den Mitarbeitern ist für Sie ganz wichtig?
Ja, logisch, die Mitarbeiter wissen, was draußen los ist. Und die bringen dann auch die Ideen und die leben ja draußen, was BeckaBeck ausmacht. Zusätzlich finanzieren wir fachbezogene Fortbildungen, das ist sogar im Arbeitsvertrag verankert.
„Es muss schmecken und aus der Heimat kommen. Wenn’s dann noch bio ist, ist es super.“
Heinrich Beck, Geschäftsführer
Was für Vorschläge kamen in der Vergangenheit aus diesem Team?
Bei unserem Neubau haben sie viele Ideen eingebracht, aber auch in den Filialen, was man dort noch backen könnte oder weglassen kann. Für Fasching hatten die Jungen Wilden die Idee, einen Salz-Karamell-Berliner reinzunehmen, der bei unseren Kunden sehr gut ankam.
Inwiefern sehen Sie die Jungen Wilden als Investition in die Zukunft?
Wir denken immer an die Zukunft und das ist eine große Herausforderung. Als ich 1991 den Betrieb übernommen und mir ein Ziel gesetzt habe, wo ich im Jahr 2000 stehen möchte, hatte ich das schon 1998 erreicht. Aber heute ist es schwierig zu sagen, wo wir am Ende des Jahres stehen werden, weil es so viele Einflussfaktoren gibt und der Alltag so schnelllebig geworden ist. Wir müssen einfach schnell sein, müssen uns darauf einstellen und dafür brauchen wir die jungen Leute. Und sie sind auch unsere Führungspersonen für die Zukunft. Wir haben die Erfahrung gemacht, dass interne Führungskräfte besser sind als solche von extern.
Wie bereiten Sie in der Unternehmensführung die nächste Generation vor?
Meine drei Töchter und mein Schwiegersohn arbeiten schon im Unternehmen mit. So sorgen wir dafür, dass sie den Betrieb einmal richtig gut weiterführen können.