Innovationsaward TOP 100-Sieger 2025

Unternehmensporträt

ALU – ME GmbH

Unternehmensporträt

Ganz groß bei kleiner Stückzahl

Manchmal braucht man von einem Bauteil oder einer Baugruppe aus Aluminium, Stahl oder Edelstahl nur ein paar wenige Stück. Wo andere Zulieferunternehmen wegen zu geringer Stückzahl abwinken, fühlt sich die ALU — ME GmbH ganz in ihrem Element. Der Metallverarbeiter entwickelt individuelle Sonderlösungen für verschiedene Branchen, von Nutzfahrzeugen bis zur Umwelttechnik. Und das mit großem Erfolg: In den vergangenen sechs Jahren hat sich die Mitarbeiterzahl verdoppelt.

Nachdem er bereits ein paar Jahre im elterlichen Unternehmen gearbeitet hatte, übernahm Maik Düring 2019 die Geschäftsführung. In zweiter Generation leitet er nun das 25 Jahre alte Familienunternehmen mit mittlerweile 70 Mitarbeitern. Zusammen mit seinem Betriebsleiter hat er das Unternehmen weiter ausgebaut. Dritter im Bunde ist der kaufmännische Leiter. „Am Dreiertisch entwickeln wir neue Ideen und entscheiden über Verbesserungsvorschläge, die oft auch aus der Mitarbeiterschaft kommen“, erklärt Düring.

Maik Düring, Geschäftsführer

Netzwerken in alle Richtungen

Die Führungsriege besucht über das Jahr zahlreiche Veranstaltungen und pflegt dort ihr Netzwerk. Auf Messen und anderen Branchentreffen sammeln die Experten Inspiration für neue Lösungen. Sie haben einen Unternehmensstammtisch mit Rohmaterial-Lieferanten gegründet und organisieren Events, um Firmen aus der Region besser miteinander zu vernetzen. Die Zusammenarbeit mit externen Partnern hilft ebenfalls, Neuerungen zu generieren. Beim Einkauf sucht sich der Mittelständler gezielt Partner, mit denen er Ideen weiter vorantreiben kann. Gemeinsam mit der Firma ThyssenKrupp Schulte  zum Beispiel wurde ein spezielles IT-Programm aufgelegt, das automatisch Preislisten aktualisiert. Damit kann ALU — ME seinen Kunden trotz kleiner Stückzahl und sehr kurzen Lieferzeitvorgaben immer die bestmöglichen Produkte und Preise anbieten.

Ausdauernde Akquise

Auch beim Vertrieb hat Maik Düring den Hut auf: „Wir suchen uns gezielt Unternehmen mit Produkten, die in der Zukunft gebraucht werden — das ist unsere Innovationsstrategie“, berichtet der Geschäftsführer. „Gerade in Zeiten wie diesen merken wir, wie wichtig es ist, dass man genau die richtige Kundschaft hat.“ Die Zusammenarbeit mit bestehenden Kunden habe sich nicht einfach so ergeben, sagt Düring, sondern bei der Akquise wurde stark selektiert. „Es gibt Unternehmen, an denen wir hartnäckig bis zu zehn Jahren drangeblieben sind, bis wir für sie tätig werden durften.“ Diese Ausdauer macht sich in schwierigen Zeiten bezahlt.

ALU – ME GmbH

2025

Metallherstellung/-verarbeitung

Größenklasse B

1 Auszeichnung

Kontakt

Gewerbeallee 11
19357 Karstädt

038797 9020
info@alu-me.de
https://www.alu-me.de

Interview mit Maik Düring

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Interview mit Maik Düring

Warum es wichtig ist, die Bedürfnisse des Marktes im Auge zu behalten, erklärt Geschäftsführer Maik Düring.

Sie fertigen individuelle Bauteile auf Kundenwunsch. Was bedeutet in diesem Zusammenhang für Sie Innovation?

Für uns liegt die Innovation darin, dass wir gemeinsam mit dem Kunden neue Produkte entwickeln. Früher waren wir nur die erweiterte Werkbank des Kunden: Wir haben die Information bekommen, wie ein Produkt fertig aussehen soll, und haben das gewünschte Bauteil geliefert. Heute begeben wir uns zusammen mit dem Kunden an die konstruktive Entwicklung des Produkts und berücksichtigen dabei sämtliche technischen Anforderungen und Möglichkeiten, damit er am Ende das bestmögliche Ergebnis vorliegen hat. Dabei bieten wir ihm alles aus einer Hand, so dass das Produkt, je nach Wunsch, teilweise oder gänzlich komplettiert beim Kunden ankommt.

Wie entstehen bei Ihnen neue Ideen?

Entweder kommt ein Kunde zu uns, weil er sein Produkt anpassen oder optimieren will. Dann überlegen wir uns eine passende Lösung. Oder wir sehen ein bestehendes Produkt und gehen auf den Kunden zu, um ihm einen besseren fertigungstechnischen Ansatz vorzustellen. Wir informieren uns stets auf Messen oder bei den Herstellern unserer Maschinen darüber, was es für neueste technologische Möglichkeiten gibt. Gemeinsam mit den Maschinenherstellern entwickeln wir teilweise auch Sonderwerkzeuge, um bestimmte Endprodukte überhaupt erst produzieren zu können. Für einige unserer Produkte gibt es deutschlandweit keinen anderen Hersteller. Wir schauen immer nach außen, um zu erkennen, was der Markt überhaupt braucht und fordert.

„Wir setzen bei der Auswahl unserer Kunden auf Zukunftsthemen.“

Maik Düring, Geschäftsführer

Welche strategischen Herausforderungen erwarten Sie in den nächsten Jahren?

Aufgrund fehlender Fachkräfte müssen wir dafür sorgen, dass Bauteile, die wir aktuell noch konventionell herstellen, in eine Halbroboter-Fertigung gehen. Automatisierung wird immer wichtiger werden. In großen Betrieben, die Tausende Stückzahlen produzieren, ist das kein Problem. Für unsere Nischenbranche mit sehr geringen Stückzahlen müssen wir jedoch spezielle Lösungen für eine Teilautomatisierung finden. Aktuell arbeiten wir daran, die ersten Schweißroboter in Betrieb zu nehmen, weitere sollen folgen. Unser Ziel ist es, den Kunden noch mehr zu unterstützen, gerade in konstruktiven Themen.

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