
Gerade in mittelständischen Unternehmen hat die Geschäftsleitung eine Schlüsselfunktion inne. Die Top-Manager der TOP 100 sind sich dieser Funktion durchaus bewusst:
... wenden 32 % ihrer Arbeitszeit für das Thema Innovation auf.
... stecken 9,9 % des Umsatzes in Innovationsprojekte.
... betreiben durchschnittlich 13 Tage Weiterbildung pro Top-Manager und Jahr.
... haben eine umfassende schriftliche Innovationsstrategie, die klar vermittelt wird.
Das Fazit vorweg: Die TOP 100 des deutschen Mittelstands sind nach den Ergebnissen der aktuellen Studie ausgesprochen kreative, innovative und professionell geführte Unternehmen. So erwirtschaften sie etwa mit ihren Marktneuheiten und innovativen Verbesserungen der vergangenen drei Jahre circa 42 % ihres aktuellen Umsatzes. Zum Vergleich: Im Durchschnitt des deutschen Mittelstands beläuft sich der Umsatz mit neuen Produkten und Dienstleistungen nur auf etwa 10 %, also auf weniger als ein Viertel des Werts der TOP 100!
Auch auf der Prozessebene zeigt sich die Innovationsstärke der TOP 100: 2011 haben sie hier durchschnittlich 8,1 % ihrer Kosten eingespart. Dieser Wert ist mehr als dreimal so hoch wie beim Durchschnitt des deutschen Mittelstands (2,4 %).
Das lohnt sich: 2011 erwirtschafteten alle 116 ausgezeichneten Unternehmen zusammen einen Umsatz von rund 8,1 Mrd. €. 100 von ihnen erzielten in den vergangenen drei Jahren ein Wachstum, das über dem Branchendurchschnitt lag - und zwar im Schnitt um 20 Prozentpunkte. Die Unternehmen beabsichtigen, in den kommenden drei Jahren knapp 6.000 Mitarbeiter einzustellen, was einem Mitarbeiterplus von 12 % entspräche.
Der größte Teil der Unternehmen (15 %) ist im Maschinenbau angesiedelt, gefolgt von Unternehmen aus den Bereichen Medizintechnik/Pharma/Labortechnik (10 %) sowie Elektronik/Elektrotechnik (9 %). Etwa zwei Drittel sind eigentümergeführte Familienunternehmen. Insgesamt hatten sich 281 Mittelständler beworben. Untersucht wurden sie in vier Kategorien: "Innovationsförderndes Top-Management", "Innovationsklima", "Innovative Prozesse und Organisation" und "Innovationsmarketing".
Hier finden Sie die wichtigsten Erkenntnisse aus der Studie 2012. Außerdem können Sie sich hier die ausführliche Fassung kostenlos herunterladen.
Innovationen bei den TOP 100 sind das Ergebnis systematischer strategischer Planung. Deshalb haben 95 % schriftliche Innovationsstrategien, die regelmäßig überprüft und innerhalb des Unternehmens klar kommunziert werden. Aufgabe des Top-Managements ist es zudem, ausreichend finanzielle Mittel bereitzustellen. Durchschnittlich beeindruckende 11,6 %
(Vorjahr: 9,5 %) des Umsatzes werden in Innovationstätigkeit investiert, bei den Mittelständlern aus einer Vergleichsstudie der Wiener Forscher sind es gerade mal 3,1 %.