Die international agierende Firmengruppe für Spezialitätenchemie hat weltweit 1.700 Beschäftigte. |
CHT R. Beitlich GmbH
Ein Pate
für jede Idee
Von der ersten Idee bis zum fertigen Produkt läuft bei der CHT R. Beitlich GmbH alles rund. Wie das kommt? Mittels eines firmenübergreifenden und einheitlichen Ideen- und Projektprozesses. Der Mittelständler aus Tübingen entwickelt, produziert und vertreibt chemische Spezialitäten für die Textil-, die Baustoff- und die Reinigungs- und Pflegemittelindustrie. Die Konkurrenz in der Chemiebranche schläft nicht. Daher nutzt man bei CHT jede Gelegenheit, um weiteres Wissen aufzubauen und Neues für die Kunden zu schaffen.
„Keine Idee soll bei uns verloren gehen“, betont Geschäftsführer Uwe Halder. Daher gibt es bei CHT eine Datenbank im Intranet, in die alle Vorschläge einfließen. Das Projektmanagement bewertet das Marktpotenzial, die Realisierbarkeit und den Entwicklungsaufwand jedes einzelnen Vorschlags, bevor er in der Abteilung Forschung & Entwicklung umgesetzt wird. Darüber hinaus erhält jede Idee einen Paten, der sich ihrer annimmt und sie bis zur Marktreife begleitet. Die Paten stammen meist aus dem Produktmanagement oder dem technischen Service.
Innovationsteam auf Trendsuche Gute Ideen kommen vom Vertrieb, der F&E-Abteilung, dem technischen Service, der regelmäßig Messen und Tagungen besucht, von Kunden – aber vor allem auch von dem achtköpfigen Innovationsteam, das 2005 ins Leben gerufen wurde, um fortan Trendscouting zu betreiben. Die Teammitglieder halten engen Kontakt zu Hochschulen und Instituten und arbeiten an geförderten Projekten und Themen, die sich den Geschäftsfeldern nicht zuordnen lassen. Das Ergebnis ihrer Arbeit ist ein Ideenpool, aus dem das Unternehmen immer wieder Neues schafft. Wird aus einer Neuerung ein konkretes Produkt oder eine Systemlösung, so wird die Vermarktung auf eines der vier Geschäftsfelder – Textil, Bau, Performance Chemicals oder Textilpflege – übertragen.
Zukunftsthemen festlegen Die Gründung des Innovationsteams hat sich auch positiv auf das Innovationsklima ausgewirkt, das Uwe Halder als „dynamisch“ bezeichnet. Was Mitarbeiter schaffen können, wenn man ihnen den richtigen Rahmen für ihre Kreativität gibt, zeigen zum Beispiel die vier Workshoptage, die 2011 veranstaltet wurden: „Anhand von Megatrends haben 70 Mitarbeiter Zukunftsthemen für unser Unternehmen erarbeitet“, berichtet der Geschäftsführer. Diese Themen geht man derzeit an – auf dass weitere profitable Produkte entstehen. |


